Über mich

Hallo…

ich bin Micha der Zweisiedler.

Der Zweisiedler

1976 war ein wundervollerJahrgang in dem auch ich in Dresden auf die Menschheit losgelassen wurde.
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Welcher Jahrgang bist Du? x

 

In meiner Kinder- und Jugendzeit war ich oft auf dem Bauernhof bei meiner Tante Ella wo ich auch viel gelernt hab und dies meinen Lebensweg geprägt hat. So hab ich irgendwann die Lehre als Pferdewirt angefangen und bin letztendlich, wie das Leben so spielt, Kaufmann für Bürokommunikation geworden.

Mit 19 Jahren war ich mal ein Jahr Arbeitslos. In der Zeit fuhr ich mit meinem Kumpel oft in der Gegend rum, erkundete alte Gemäuer und neue Gegenden. Auf einer der Touren stießen wir auf ein altes, anscheinend verlassenes Grundstück mit einer kleinen Holzhütte. Das Grundstück war komplett verwildert, die Hütte hatte keine Fenster mehr und lag Kniehoch voller Müll.
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Bist Du auch schon in der Kurve mit dem Auto oder Moped im Zaun gelandet? 😀x

 

Wir waren begeistert. Auf dem Nachbargrundstück war jemand da, den wir gefragt haben wem das Grundstück gehört und ob man es pachten kann. So sind wir noch am gleichen Tag zum Bürgermeister Herrn Dr. Klemm nach Graupa gefahren und haben das Grundstück gepachtet.

Jung, Arbeitslos und ein Grundstück mit 650qm gepachtet … naja. Im Laufe der Jahre waren wir meist abends draußen und haben uns Gruselgeschichten erzählt oder hier und da mal etwas repariert. Großartig investieren durften wir nicht, da zu diesem Zeitpunkt (1995) noch nicht feststand wo die neue S177 irgendwann mal lang geht und ob man da die Grundstücke abreist.
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Kennt jemand Gläserrücken oder Flaschendrehen noch?x

 

In den kommenden Jahren fuhr ich kreuz und quer durch Osteuropa, meistens jedoch war ich in Rumänien unterwegs, damals ein vergessenes Land und die EU noch weit weg.
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Warst Du mal in Rumänien, wenn ja, wo denn?x

 

Auf diesen Reisen hab ich viele Freunde kennengelernt und gelernt wie man auch mit einfachen Dingen das Leben toll genießen kann. Ich hab gelernt, dass nicht alles modern und voller Technik sein muss sondern das man auch super ohne Strom auskommen kann. In Rumänien waren damals Stromausfälle normal.

Auch kochen, waschen und ohne WC auskommen war erstaunlich einfach. Auf dem Donnerbalken bei Istvan wischte man sich mit den Mathearbeiten seiner Tochter den Hintern ab.

Essen kam aus dem Garten und das Fleisch, Milch und Käse lieferten die eigenen Tiere…Istvan war ein sehr glücklicher Selbstversorger bis die EU kam, da musste er seine Tiere verkaufen und wurde Straßenarbeiter mit Arbeitszeiten von bis zu 12 Stunden am Tag.

Auf alle Fälle hab ich durch ihn und seine Freunde gelernt auch mit wenig und einfachen Dingen ohne Maschinen klar zu kommen, denn auf meinem Grundstück gab es ja auch kein Strom und kein fließendes Wasser.
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Würdest Du ohne Strom und fließendem Wasser aus der Wand klar kommen?x

 

Dann kam 2010 der Startschuss für die neue S177 … die 11 anderen Grundstücksbesitzer wurden entschädigt und zurück blieben mein Nachbar und ich. Ich hab mit dem Freistaat Sachsen damals vereinbart, dass ich mein Grundstück nach Abschluss der Bauarbeiten kaufe.
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Kennst Du zufällig einen der ehemaligen Besitzer?x

 

2015 übernahm ich dann das Grundstück samt der Holzhütte Typ “Königstein” von Herrn von Strauwitz, einem der ehemaligen Grundstücksbesitzern.

Ein Jahr später kam mir die komische Idee, das Grundstück und all seine Natur nicht nur allein für mich zu haben, sondern einfach diese Holzhütte an Wanderer für 5 Euro privat zu vermieten, weil ja in unmittelbarer Nähe auch der Malerweg beginnt.
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Warst Du mal Gast bei mir?x

 

Meine Freunde hielten mich und meine Idee für völlig verrückt. Aber sie funktionierte und so entstand ein wunderschönes Wanderquartier in dem Menschen aus aller Welt Zuflucht fanden und viele einen tollen Start zum Malerweg hatten.

Hinzu kam 2019 die Janas-Hütte um die Nachfrage decken zu können. Die Janas-Hütte ist die noblere von beiden Hütten mit Wasseranschluss und WC im Sommer. All dies hab ich mittels Solar und Regenwasser umgesetzt wie man es im Wohnmobil bzw. Wohnwagen kennt.

2023 hab ich dann vom Freistaat Sachsen die Flurstücke der ehemaligen Wochenend- und Ferienanlage gekauft und betrieb diese fortan alleine. Nun hatte ich ca. 7.500qm welche durch die Autobahnähnliche Straße S177 geteilt wurden.

Wie es so ist, hat man immer komische Ideen nach dem Motto: “Halt mal kurz mein Bier.“. Und so entstand am Hang eine Bühne wo ich jährlich ein Kleinkunstfestival mit vielen tollen Künstlern veranstalte. Vorbild dafür ist das Kleinkunstfestival “Harmonie im Tal” bei Freunden in der Rathewalder Mühle. So entstand auch der Name meiner Veranstaltung: “Eskalation aufm Berg“.

Am 1. Advent wird der Weihnachtsbaum, welcher 11 Monate an der Straße geschmückt steht, feierlich mit Bratwürsteln und Glühwein geschmückt. Übers Jahr hinweg kommen viele Besucher, die auch mal kuriose Dinge und Grüße am Baum hinterlassen.

Die Geschichte der Grundstücke ist weit über 100 Jahre alt. Die älteste noch vorhandene Hütte ist eine Straßenwärterhütte von ca. 1908-1910. Alle Grundstücke gehörten nach dem Krieg hohen Funktionären und Industirellen bzw. auch hohen Geistlichen.

Eine Parzelle mit ca. 1.400qm wo die Dirty-Dancing-Hütte bzw. Ruine steht, gehörte Gerd Weber. Er war ein bekannter Spieler von Dynamon Dresden, der 1989 über Ungarn in die BRD geflüchtet ist.
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Kennst Du Gerd Weber von Dynamo?x

 

 

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