Hallo…
ich bin Micha der Zweisiedler.

In meiner Kinder- und Jugendzeit war ich oft auf dem Bauernhof bei meiner Tante Ella wo ich auch viel gelernt hab und dies meinen Lebensweg geprägt hat. So hab ich irgendwann die Lehre als Pferdewirt angefangen und bin letztendlich, wie das Leben so spielt, Kaufmann für Bürokommunikation geworden.
Wir waren begeistert. Auf dem Nachbargrundstück war jemand da, den wir gefragt haben wem das Grundstück gehört und ob man es pachten kann. So sind wir noch am gleichen Tag zum Bürgermeister Herrn Dr. Klemm nach Graupa gefahren und haben das Grundstück gepachtet.
Auf diesen Reisen hab ich viele Freunde kennengelernt und gelernt wie man auch mit einfachen Dingen das Leben toll genießen kann. Ich hab gelernt, dass nicht alles modern und voller Technik sein muss sondern das man auch super ohne Strom auskommen kann. In Rumänien waren damals Stromausfälle normal.
Auch kochen, waschen und ohne WC auskommen war erstaunlich einfach. Auf dem Donnerbalken bei Istvan wischte man sich mit den Mathearbeiten seiner Tochter den Hintern ab.
Essen kam aus dem Garten und das Fleisch, Milch und Käse lieferten die eigenen Tiere…Istvan war ein sehr glücklicher Selbstversorger bis die EU kam, da musste er seine Tiere verkaufen und wurde Straßenarbeiter mit Arbeitszeiten von bis zu 12 Stunden am Tag.
2015 übernahm ich dann das Grundstück samt der Holzhütte Typ “Königstein” von Herrn von Strauwitz, einem der ehemaligen Grundstücksbesitzern.
Meine Freunde hielten mich und meine Idee für völlig verrückt. Aber sie funktionierte und so entstand ein wunderschönes Wanderquartier in dem Menschen aus aller Welt Zuflucht fanden und viele einen tollen Start zum Malerweg hatten.
Hinzu kam 2019 die Janas-Hütte um die Nachfrage decken zu können. Die Janas-Hütte ist die noblere von beiden Hütten mit Wasseranschluss und WC im Sommer. All dies hab ich mittels Solar und Regenwasser umgesetzt wie man es im Wohnmobil bzw. Wohnwagen kennt.
2023 hab ich dann vom Freistaat Sachsen die Flurstücke der ehemaligen Wochenend- und Ferienanlage gekauft und betrieb diese fortan alleine. Nun hatte ich ca. 7.500qm welche durch die Autobahnähnliche Straße S177 geteilt wurden.
Wie es so ist, hat man immer komische Ideen nach dem Motto: “Halt mal kurz mein Bier.“. Und so entstand am Hang eine Bühne wo ich jährlich ein Kleinkunstfestival mit vielen tollen Künstlern veranstalte. Vorbild dafür ist das Kleinkunstfestival “Harmonie im Tal” bei Freunden in der Rathewalder Mühle. So entstand auch der Name meiner Veranstaltung: “Eskalation aufm Berg“.
Am 1. Advent wird der Weihnachtsbaum, welcher 11 Monate an der Straße geschmückt steht, feierlich mit Bratwürsteln und Glühwein geschmückt. Übers Jahr hinweg kommen viele Besucher, die auch mal kuriose Dinge und Grüße am Baum hinterlassen.
Die Geschichte der Grundstücke ist weit über 100 Jahre alt. Die älteste noch vorhandene Hütte ist eine Straßenwärterhütte von ca. 1908-1910. Alle Grundstücke gehörten nach dem Krieg hohen Funktionären und Industirellen bzw. auch hohen Geistlichen.
